|
Geklöppelte Weihnachtssterne für den Christbaum in der Pfarrkirche
ABENBERG (hi) - Zu den Hochfesten christlichen Glaubens, wie zum bevorstehenden Weihnachtsfest, werden die Gotteshäuser unter Anleitung der Mesnerinnen und Mesner besonders schön geschmückt. Meistens sind es Strohsterne, welche die aufgestellten Christbäume zieren. Anders in der katholischen Stadtpfarrkirche St. Jakobus in Abenberg. Dort sind es 120 geklöppelte Weihnachtssterne, die auf dem altarhohen Tannenbaum hängen. Inge Bayer (Foto) hat in einer Privatinitiative sechszehn Klöpplerinnen und einen Klöppler gewinnen können, nach zwei verschiedenen Vorlagen (Klöppelbriefe) die erforderliche Anzahl dieser handwerklichen Kostbarkeiten herzustellen. Für jeden Stern wird bis zur Fertigstellung ein Zeitaufwand von zirka drei Stunden benötigt. An der Baumspitze hängt ein Idria-Schweifstern. Diese "Moderne Technik" der italienischen Idria-Spitze wurde im 18. Jahrhundert entwickelt und ist der Stilepoche Klassizismus zuzurechnen. Weitere 70 geklöppelte Weihnachtssterne in verschiedenen Formen und Formenschlägen haben das Mesner-Ehepaar Stilla und Georg Miehling mit ihrem Team an der Krippe, bei den Zwölf-Apostel-Leuchtern, um das Chorgestühl und vor dem Altar angebracht. Groß war die Freude bei Pfarrer Stefan Brand über das beispielgebende Engagement von Mitgliedern seiner Kirchengemeinde und einer aus Gunzenhausen stammenden Klöpplerin.
|